PSA-Vorsorge

Die internationalen Empfehlungen bezüglich Prostatakarzinomvorsorge haben sich verändert: 
Viele Patienten profitieren von PSA-basierten Vorsorgeuntersuchungen. 
Wir sensibilisieren Männer für dieses Thema und unterstützen Hausärztinnen und Hausärzte in der Argumentationskompetenz.  

Mehr Informationen erhalten sie unten. 

Für Hausärztinnen & Hausärzte

Die AUG unterstützt eine PSA-gestützte Prostatakrebsvorsorge bei aufgeklärten Patienten analog den aktuellen internationalen Guidelines (EAU, S3, USPSTF).
Aufgrund der Datenlage ist das Thema "PSA"  in den letzten Jahren immer wieder sehr kontrovers diskutiert worden. Heute muss das Argument von "Overdetection" und "Overtreatment" ebenfalls anders betrachtet werden. So ist heute beispielsweise die "Active Surveillance" ein fester und wichtiger Bestandteil der Strategieoptionen bei Diagnose eines Prostatakarzinoms geworden.

Das Thema PSA-gestützte Vorsorge ist gleichermassen wichtig wie komplex. Hier möchte die AUG den niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten Unterstützung bieten. Wir haben hierzu in der AUG einen Vortrag vorbereitet.
Bitte wenden sie sich an die Urologinnen und Urologen ihres Vertrauens. Über eine Einladung in Ihren Q-Zirkel beispielsweise, würden wir uns sehr freuen.  

Für Patienten

Das Prostata Spezifische Antigen (PSA) ist ein mittels Blutentnahme zu messender Wert. Eine Bestimmung als Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 50. Lebensjahr (bei familiärer Häufung von Prostatakrebs gar ab 45 Jahren) empfohlen. Anhand dieses Blutwertes ist es möglich, das individuelle Risiko für das Auftreten einer bösartigen Prostataveränderung abzuschätzen. Die Bestimmung kann problemlos auch in der Hausarztpraxis erfolgen.

Sollte der PSA-Wert erhöht sein oder wenn sich im Verlauf von weiteren Messungen eine unklare Dynamik zeigt (Anstieg), ist eine Beurteilung durch eine Urologin oder einen Urologen sinnvoll. Ihre Hausärztin oder ihr Hausarzt wird sie zuweisen oder sie vereinbaren selbständig einen Termin. Kontaktdaten finden sie unter Kontakt. Dabei kann eine MRI-Untersuchung und möglicherweise eine Gewebeprobe aus der Prostata Klarheit schaffen. Im Falle eine Krebsnachweises wird die Urologin oder der Urologe die möglichen Optionen mit ihnen im Detail besprechen.